Proteine

Der menschliche Körper besteht durchschnittlich aus (Ca-Wertangaben):

60%      Wasser

15%      Protein

17-31% Fett (der ideale Körperfettanteil variiert je nach Geschlecht, Körperbau und Alter)

5%        Mineralien

Der Bedarf eines Menschen an Proteinen ist extrem unterschiedlich. Je nach individuellem Lebensstil, Konstitution, Körperbau etc hat jeder Mensch sein individueller Proteinbedarf.

Proteine sind die Grundbausteine des Lebens. Sie sind einerseits die Hauptbestandteile jeder Körperzelle und erfüllen andererseits in Gestalt von Antikörpern, Hormonen, Enzymen oder Muskelproteinen sehr viele lebenswichtige Aufgaben. Sie dienen zum Beispiel als:

  • Baustoff (Proteine sind der Rohstoff für den Aufbau und Umbau von Zellen, somit auch von Geweben und Organen)
  • Proteine sind Bestandteil der Zellmembran
  • Sie dienen als Rezeptoren, damit nötige Stoffe in die Zelle gelangen können.
  • Proteine können auch Hormone oder Enzyme sein, z.B. das Struktur- und Stabilitätsmolekül Kollagen macht etwa die Hälfte aller Körperproteine aus.
  • Proteine haben Transportfunktionen. Sie dienen zum Beispiel dem Blutplasma als Transportmittel für verschiedene Substanzen (Lipide, Hormone, Vitamine, Eisen, Cholesterin, Hämoglobin)
  • Sie haben kontraktile Funktionen. Spezielle Proteine (Myosin und Aktin) ermöglichen überhaupt erst die Muskelkontraktion und damit jede Bewegung.
  • Proteine haben Schutz- und Abwehrfunktionen. Im Blutplasma kommen in etwa 100 verschiedene Proteine vor. (Transportproteine, Antikörper, Gerinnungsfaktoren, uvm)
  • Proteine sind Energielieferanten. Eiweisse können zu Glucose verwandelt werden und damit den Zellen Brennstoff liefern. Dies geschieht, wenn sich Glucose-Vorräte im Blut, die Glykogenvorräte im Muskel und in der Leber dem Ende zuneigen (starker Körperlicher Belastung, Hungerstoffwechsel).

Proteine sind nichts anderes als Ketten aus Einzelbausteinen. Diese Einzelbausteine nennt man Aminosäuren. Besteht solch eine Kette aus weniger als 100 Aminosäuren, nennt man das Protein Peptid. Erst wenn mehr als 100 Aminosäuren miteinander verknüpft sind, spricht man von einem Protein.

Die 20 wichtigsten Aminosäuren sind unten aufgezählt. Hierbei sind 8 (für Säuglinge und Kleinkinder 10) Aminosäuren essentiell (vom Organismus nicht selber herstellbar).

Essentielle Aminosäuren

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin
  • Arginin (nur für Säuglinge essentiell)
  • Histidin (vermutlich nur für Säuglinge und Kinder essentiell)
Nicht essentielle Aminosäuren:

  • Alanin
  • Asparagin
  • Asparaginsäure
  • Cystein
  • Glutamin
  • Glutaminsäure
  • Glycin
  • Prolin
  • Serin
  • Tyrosin

Das Aminosäurenprofil

Das Aminosäureprofil gibt an, in welcher Dosierung und welchem Verhältnis die jeweiligen Aminosäuren in einem Lebensmittel zu finden ist. (Solche Listen sind oftmals bei Proteinshakes zu finden). Das Verhätlnis zeigt die Qualität des Proteins an. Der menschliche Körper kann nämlich ein Protein nur dann optimal nutzen, wenn es aus einer ausgewogenen Mischung aller essentiellen Aminosäuren besteht. Natürlich muss nun nicht jedes einzelne Lebensmittel ein ausgewogenes Aminosäurenprofil aufweisen. Es zählt die Ernährung des ganzen Tages, die so zusammengestellt sein sollte, das ingesamt ein (wenigstens annähernd) ausgewogenes Aminosäurenprofil erreicht wird.

Ist das Aminosäurenprofil nicht „komplett“, schränkt dies den Organsimus ein, die wichtigen körpereigenen Proteine aufzubauen. Die Folge ist, dass die übrigen Aminosäuren zu Glucose (Zucker) verarbeitet werden und dann als Brennstoff genutzt oder in Form von Fett eingelagert werden. Daher kann es also sein, dass ein Mensch, der zwar viel Proteine isst, an Proteinmangel leidet. Dies, weil sein Aminosäurenprofil nicht komplett ist.

Die biologische Wertigkeit von Proteinen

Proteine mit einem idealen Aminosäurenprofil enthalten alle essentiellen Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis. (Ausgewogen heisst, das Verhältnis der Aminosäuren eines Lebensmittels entspricht dem Verhältnis der Aminosäuren im gesunden menschlichen Körper).

Komplette Proteine besitzen eine höhere biologische Wertigkeit. Es kommt also nicht auf die Quantität der Proteine an, sondern auf die Qualität. Eine Kartoffeln zum Beispiel hat nur 2% Protein. Die biologische Wertigkeit ist jedoch sehr hoch, weil alle essentiellen Aminosäuren vertreten sind und deren Verhältnis zueinander dem Menschenprotein ähneln. Doch nicht nur einzelne Lebensmittel sind wichtig, um ein komplettes Aminosäurenprofil zu erhalten. Wichtig ist die Gesamtheit, also kombinieren! Ein EI zum Beispiel hat eine biologische Wertigkeit von 100. Kombiniert man nun das Ei mit der Kartoffel, kommt man auf eine biologische Wertigkeit von 136 (die Aminosäurenprofile der beiden Lebensmittel ergänzen sich ideal und optimieren sich so gut, dass sie dem Menschenprotein in ihrer Gesamtheit noch mehr ähneln).

Die biologische Wertigkeit eines Lebensmittels hat also nichts mit „besonders wertvolles Lebensmittel“ zu tun, es zeigt nur auf, wie gut das Protein dem des menschlichen Proteins ähnlich ist.

Proteinüberschuss

Bei zu proteinreicher Ernährung kann der menschliche Organismus übersäuern und zieht die körpereigenen Mineralstoffvorräte in Mitleidenschaft. Eine zu Proteinreiche Ernährung kann ausserdem zu einer verstärkten Ausscheidung von Calcium über den Urin führen. Beim Abbau von Proteinen entstehen ausserdem u.a. Harnstoff und Harnsäure. Die Ausscheidung dieser beiden Stoffwechselprodukte kann die Kapazität der Nieren bei regelmässig reichlichem Verzehr von Proteinen überfordern. Wenn mehr Harnsäure anfällt als ausgeschieden werden kann, wird sie im Körper eingelagert und kann zu Gichtanfällen führen. Es ist aber zu berücksichtigen, dass keineswegs nur ein Proteinüberschuss für eine chronische Übersäuerung des Körper verantwortlich ist. Auch der reichliche Verzehr von isolierten Kohlenhydraten und Fertigprodukten in Verbindung mit einem absoluten Mangel an frischen Gemüse, Salat, Obst ist verantwortlich für das ungleichgewicht im Körper.

Proteinmangel

Gründe für einen Proteinmangel können u.a. folgende sein:

  • Fehlen die zur Proteinverdauung und zum Proteinaufbau nötigen Stoffe wie z.B. Vitamin B6 (resp. gesamter Vitamin B-Komplex), kann sich ein Proteinmangel trotz reichlichem Proteinverzehr bilden.
  • Bei Magensäuremangel können Proteine nur unzureichend für die weitere Verdauung vorbereitet werden.
  • Bauchspeicheldrüsenschwäche kann einen Proteinmangel fördern (Mangel an Proteasen)
  • Eine mangelnde Resorptionsfähigkeit einer nicht intakten Darmschleimhaut kann ebenfalls einen Proteinmangel begünstigen.
  • Werden letztendlich überwiegend Lebensmittel mit niedrigen Werten der limitierenden Aminosäuren verzehrt, kann auch dies einen Proteinmangel hervorrufen.

 

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Quelle der Informationen: Lehrmittel – Akademie der Naturheilkunde.