Antioxidantien

Antioxidantien sind Moleküle, die bereit sind, ein Elektron abzugeben – und zwar, OHNE anschliessend selbst zu einem gefährlichen Radikal zu werden. Durch diese Grosszügigkeit können sie die gefährlichen Kettenrekationen der freien Radiaklen unterbrechen. Antioxidantien können also auf diese Weise die Zellschäden der freien Radikale abwenden. Antioxidantien geben ausserdem ihre Elektronen sehr viel schneller ab als Beispielsweise eine Zellmembran oder eine DNA dies tut. Ein freies Radikal gibt sich also lieber mit einem Elektron eines Antioxidant zufrieden als mühevoll zu versuchen, ein Elektron von einem Zellmembran zu stehlen.

  • Antioxidantien geben freiwillig ein Elektron ab, um dadurch die Zellen zu schützen.
  • Antioxidantien wandeln sich nach der Elektronenabgabe in den meisten fällen nicht selber in freie Radikale um*. Falls dies doch geschieht, werden sie sofort wieder in ihre antioxidative Form gebracht. In beiden Fällen können sie gefährliche Kettenreaktionen ausbremsen.

*Wenn das Antioxidans Vitamin E ein Radikal inaktiviert, wird es kurzfristig selbst zum freien Radikal (Vitamin E-Radikal). Dieses kann aber keine negativen Auswirkungen haben, da es sofort wieder vom Vitamin C in seine ursprüngliche Form gebracht wird, damit es erneut als Antioxidans fungieren kann. Diese Regeneration des Vitamin-E-Radikal ist eine der wichtigsten Aufgaben des Vitamin C.

In der modernen Ernährung des Menschen finden sich aufgrund Fertigprodukten und industriell hergestellten Lebensmitteln immer weniger Antioxidantien in der Nahrung. Deshalb sollte aktiv auf eine gute Wahl an Lebensmitteln geachtet werden, die genügend schützende Antioxidationen enthalten. Diese sind vor allem in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Gemüse
  • Salate
  • Kräuter
  • Früchte
  • Keimlinge
  • Wildpflanzen, z.B. Löwenzahn, Vogelmiere, Melde, Giersch etc.
  • Ölsaaten und Nüsse
  • Naturbelassene Öle und Fette

Arten von Antioxidantien

  • Vitamine
  • Spurenelemente
  • Enzyme
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

 

Die besten Antioxidantien

  • Vitamin C; Besonders reich vertreten in der Acerola-Kirsche, Sanddorn, Früchten, Kräutern, Gemüsearten
  • Vitamin E; ist in Weizenkeimöl, rotem Palmöl, Kokosöl, Nüssen, Ölsaaten enthalten.
  • Spurenelemente wie Eisen, Selen, Zink. Selen ist v.a. in Paranüssen, Eisen in grünem Blattgemüse, Zink in Kürbiskernen zu finden.
  • OPC (Oligomere Proanthocyanidine) aus Traubenkernen oder der Haut/Schale von Früchten. Als OPC bezeichnet man spezielle sekundäre Pflanzenstoffe aus der grossen Gruppe der Flavonoide. Das antioxidative Potential von OPC ist ca 50mal grösser als jenes von Vitamin E und ca 20mal grösser als jenes von Vitamin C. OPC verstärkt ausserdem die antioxidative Kraft von Vitaminen und umgekehrt. Vitamine und OPC wirken synergetisch.
  • Glutathion; dies ist ein sogenanntes Tripeptid, da es aus Aminosäuren besteht. Es gilt als eines der stärksten Antioxidantien.
  • Allicin ist ein sogenanntes Sulfid. Es ist hauptsächlich in Knoblauch, Lauch und Zwiebeln vorhanden. Es gehört zu den schwefelhaltigen sekundären Pflanzenstoffen und ist bekannt für seine gefässschützenden Eigenschaften.
  • Carotinoide bezeichnen rote oder orangefarbene Pflanzenfarbstoffe (können aber auch in grünem Gemüse vorkommen)

Beta-Carotin: Schützt die Zellmembranen und die Blutgefässe

Lutein und Zeaxanthin: Diese beiden Carotinoide schützen insbesondere die Augen. Diese     beiden Carotinoide sind besonders in Spinat und Kohl enthalten.

Lycopin: Ein Antioxidans, welchem schützende und heilende Wirkung bei Prostatakrebs nachgesagt wird. Lycopin findet sich vor allem in Tomaten, rosa Grapfruit und Papaya.

Astaxanthin: dieses Carotinoid gilt als das stärkste und gleichzeitig vielseitigste Antioxidans. Dieses Carotinoid schützt den Körper vor oxidativem Stress, gibt Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Es ist vor allem in manchen (rosafarbenen) Fischarten (z.B. Lachs) und Meeresfrüchten sowie in bestimmten Algenarten enthalten.

Weitere Sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien tätig sind, sind zum Beispiel Anthocyane (blauer oder violettfarbener natürlicher Pflanzenstoff), Flavone, Flavonole u.ä., Phenolsäuren, Phytinsäure, Phytoöstrogene (Pflanzenhormon, welches besonders in Leinsaat, Soja enthalten ist), Sulforaphan (kommt in Kreuzblütengewächsen vor und soll krebserregende freie Radikale neutralisieren).

 

Antioxidationsreiche Lebensmittel

  • Beeren, wie z.B. Blaubeeren, Erdbeeren, schwarze Johannesbeeren, Sanddorn, Goji-Beeren
  • Kernreiche Trauben
  • Zitrusfrüchte, besonders Grapefruits und Zitronen
  • Granatapfel
  • Acerolakirsche
  • Tropenfrüchte
  • Alle Kohlarten, z.B. Brokkoli, Grünkohl, Wirsing, Weisskohl, Rotkohl etc
  • Grüne Blattgemüse, wie z.B. Spinat, Blattsalate, Feldsalat, sowie sämtliche Blätter vieler Gemüse (Radieschenblätter, Kohlrabiblätter, Brokkoliblätter)
  • Gurken, Paprika, Tomaten,
  • Alle essbaren Wildpflanzen und -blüten (Löwenzahn, Giersch, Malvenblüten, Brennessel
  • Sprossen (Brokkoli-, Linsen-, Alfalfasprossen)
  • Gerstengras oder andere Gräser wie z.B. Dinkel-, Weizen-, Kamutgras etc
  • Spirulina und andere Mirkoalgen
  • Maca (südamerikanisches Wurzelgemüse)
  • Kräuter wie Kerbel, Petersilie, Rosmarin, Minze, Basilikum
  • Süssholz
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Lein- und Hanfsaat
  • Sonnenblumenkerne
  • Mandeln, Haselnüsse, Pekannüsse, Paranüsse (Selen!), Walnüsse
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Zistrosentee

Damit die Antioxidantien optimal von Organsimus aufgenommen und „verarbeitet“ werden können, sind einige Regeln zu beachten.

  • Antioxidantien möglichst in ihrer natürlichen Form zu sich nehmen. (Frische, biologisch angebaute Lebensmittel oder in Form von hochwertigen, ganzheitlichen Nahrungsergänzungsmitteln)
  • Kombination von Milch und Antioxidantien meiden. (Milch hindert viele Antioxidantien daran, ihre antioxidative Aufgabe zu verrichten).
  • Möglichst frisch und schonend verarbeiten. Der Gehalt eines Lebensmittels an Antioxidantien nimmt umso mehr ab, je länger das Lebensmittel gelagert wird, je stärker es verarbeitet wird, je höher es erhitzt wird, je länger es dem Sauerstoff ausgesetzt ist.
  • Möglichst Bio-Qualität (Gespritzte Gemüse und Früchte bilden viel weniger Antioxidantien, da sie selber kaum Abwehr brauchen gegen Pilze, Ungeziefer etc)
  • Biologisches Obst und Gemüse nicht schälen (Die meisten Antioxidantien stecken in oder unmittelbar unter der Schale).

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